(DE) Tolosa choral contest 2019 II

Bilder: Tilman Pfäfflin, Text: Kaspar Stettler

Nach dem Wettbewerbsabend stand heute Freitag erst einmal ein freier Morgen auf dem Programm. Die einen nutzten ihn, um etwas länger zu schlafen, andere erkundeten den Ort Hondarribia, wo wir während des Festivals untergebracht sind.

 

Die anschliessende Busfahrt zum heutigen Konzertort führte uns durch das baskische Hinterland, wo teilweise beinahe Weltuntergangsstimmung mit heftigen Regenfällen vorherrschte. Vorbei an Eibar und Bilbao fuhren wir nach Santurtzi, ein Küstenort vor Bilbao. Nach einer kurzen Probe gaben wir in der sehr gut gefüllten Kirche ein rund einstündiges Konzert, was den Zuhörerinnen und Zuhörern offensichtlich sehr gefallen hat, da sie uns mit standing ovations verabschiedeten. Im Anschluss wurde für uns durch einen lokalen Chor ein leckeres Abendessen in der ‚casa de galicia‘ organisiert. Schliesslich folgte die gemächliche Rückfahrt nach Hondarribia, wo wir dann um 02.00 Uhr langsam etwas müde ankamen.

 

Am Samstag begaben wir uns um 11.30 Uhr in Richtung Iruña, besser bekannt als Pamplona. Geplant war die Abfahrt eigentlich bereits um 10.00 Uhr, doch da der Busfahrer seine 14 Stunden (inkl. Pausen, versteht sich) nicht überschreiten durfte und es doch ein langer Tag werden sollte, wurde die Abfahrt nach hinten verschoben. Genügend Zeit in Pamplona blieb uns dennoch. In Pamplona angekommen, hatten wir einen dreistündigen Aufenthalt, um die Stadt erkunden zu können. Es waren auffällig viele Leute in den Strassen unterwegs, welche sich kulinarisch ausgiebig verköstigten. Dies mag wohl am verlängerten Wochenende aufgrund des katholischen Feiertags Allerheiligen gelegen haben.

 

Das letzte Konzert dieser Reise fand dann in Marcilla statt. Ein kleines Dorf südlich von Pamplona, etwa 45 Autominuten entfernt. Die Kirche war nicht sehr dankbar zum singen, doch auch in Marcilla gab es zum Schluss standing ovations.
Nach dem Konzert fuhren wir zurück nach Pamplona, wo wir das letzte gemeinsame Abendessen dieser Reise - mit genügend Wein - zu uns nehmen konnten. Es war dann auch während dem Abendessen, als wir erfuhren, dass wir in der Kategorie Polyphonie den sensationellen 3. Rang erreicht haben! Damit haben wir nicht gerechnet und konnten einige sehr gute Chöre von Weltformat hinter uns lassen. Eine riesen Ehre und absolute Bestätigung unserer Arbeit. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Oliver und an David! Das heisst jedoch auch, dass wir an der Preisverleihung von Sonntag nochmals ein Stück zum besten geben durften, womit wir nicht rechnen konnten. Die Heimfahrt nach Hondarribia musste nach dem Essen aufgrund der spanischen Gesetzgebung betreffend Busfahrer dann auch zügig angetreten werden. Auf dem Weg gab es noch einige Verdankungen, den ein oder anderen geselligen Gesang und auch das ein oder andere Bier. Trotz Gesetzgebung und knappem Zeitplan musste daher noch ein kurzer ‚Brünzlihalt‘ eingelegt werden. Schliesslich war auch das kein Problem und wir kamen alle rechtzeitig an. Was für ein Tag!